Haftung

Zwei Frauenärzte wurden 5 Jahre nach einer künstlichen Befruchtung verurteilt, für im November 2007 geborene Zwillinge Unterhalt bis zum deren 18. Lebensjahr zu zahlen. Sie hatten eingefrorenes Sperma des früheren Lebensgefährten der Kindesmutter benutzt, das längst hätte vernichtet werden müssen. Sie verzichteten beim Eingriff außerdem auf die Anwesenheit des werdenden Vaters (LG Dortmund am 19.04.2012 – Az. 4 O 320/10; noch nicht rechtskräftig).

Weltweit wurden 400.000 bis 500.000 Frauen Silikonkissen des französischen Herstellers Poly Implant Prothèse (PIP) sowie des Herstellers Rofil Medical Nederland B.V. und der früheren GfE Medizintechnik GmbH (TiBreeze) in die Brust implantiert. Die Zahl der betroffenen Frauen in Deutschland ist bislang unklar, Berichten zufolge handelt es sich bislang um etwa 10.000 Geschädigte, denen die mit industriellem Bausilikon gefüllten Kissen in die Brust implantiert wurden.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel- und Medizinprodukte (BfArM) hat den betroffenen Frauen empfohlen, die ihnen implantierten Silikonkissen wieder operativ entfernen zu lassen.

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