Todesfolge

Die willentliche Verabreichung einer Narkose erfüllt den Tatbestand einer vorsätzlichen Körperverletzung und bedarf um rechtmäßig zu sein der Einwilligung des Patienten bzw. hier der Eltern. Leider häufen sich dramatische Fälle von Vollnarkoseunfällen bei Zahnarztbehandlungen in Deutschland. Im Herbst 2010 begann der Prozess gegen einen Anästhesisten wegen des Vorwurfes der Körperverletzung mit Todesfolge vor dem Landgericht Halle/Saale. Der 2 ½-jährige Hannes Stapel war in Begleitung seiner Mutter auch am 14.01.2009 bei seinem Zahnarzt zur Behandlung erschienen. Da der Junge unter starken Schmerzen litt, riet der Zahnarzt der Familie zu einer „gängigen Behandlung unter Vollnarkose“ und kontaktierte den Anästhesisten, der mit einem Inhalations-Narkosegerät „Medimorph 41313“ in die Zahnarztpraxis kam.

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